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Friseur & Barbershop 2 Min. Lesezeit

Barbershop, Friseursalon, Coiffeur, wo die Unterschiede liegen

Barbershop ist keine geschützte Bezeichnung. Der Unterschied liegt im Schwerpunkt, nicht in der Qualifikation.

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Barbershop, Friseursalon, Coiffeur, Hairstylist. Keine dieser Bezeichnungen ist geschützt oder sagt für sich genommen etwas über die Ausbildung aus. Geschützt ist der Beruf dahinter: das Friseurhandwerk gehört zu den zulassungspflichtigen Handwerken, ein Betrieb braucht dafür die Eintragung in die Handwerksrolle.

Der Unterschied liegt also nicht im Schild an der Tür, sondern im Schwerpunkt der Arbeit.

Was einen Barbershop typischerweise ausmacht

Der Schwerpunkt liegt auf Herrenschnitten, Bart und Rasur. Typisch sind kurze Schnitte mit Maschine und Übergängen, Konturen mit dem Rasiermesser sowie die klassische Nassrasur mit heißem Handtuch.

Daraus folgt der Rest fast von selbst. Termine sind kürzer und dichter getaktet, viele Shops arbeiten ohne oder mit sehr kurzfristiger Terminvergabe, die Preisliste ist überschaubar und die Wiederkehrfrequenz höher, weil kurze Schnitte schneller herauswachsen.

Was ein Barbershop oft nicht anbietet, ist die aufwendige Farbtechnik. Strähnen, Balayage, Farbkorrekturen und Blondierungen sind das Feld des klassischen Salons, weil sie Zeit, Materialkenntnis und meist auch mehr Fläche brauchen.

Was den klassischen Salon ausmacht

Der klassische Salon deckt die ganze Breite ab, von Schnitt über Farbe bis zu Pflege und Hochsteckfrisuren. Die Termine sind länger, die Preisliste ist differenzierter und häufig nach Haarlänge gestaffelt.

Für alles, was mit Farbe zu tun hat, ist das die richtige Adresse. Eine Farbkorrektur nach einer misslungenen Aufhellung ist eine der anspruchsvollsten Arbeiten im Handwerk und braucht sowohl Zeit als auch Erfahrung.

Häufige Fragen

Für das Friseurhandwerk ist die Eintragung in die Handwerksrolle erforderlich, üblicherweise über einen Meistertitel oder eine gleichwertige Voraussetzung. Wer nur rasiert und keine Haare schneidet, wird anders beurteilt. In der Praxis lohnt sich die Nachfrage, wenn Zweifel bestehen.
Kürzere Termine, weniger Materialeinsatz und eine engere Taktung. Das ist kein Qualitätsurteil, sondern eine andere Kalkulation.
Manche bieten das an, viele bewusst nicht. Bei Farbe entscheidet Erfahrung mehr als bei jedem Schnitt, deshalb ist die ehrliche Antwort eines Shops, der es nicht anbietet, ein gutes Zeichen.
Bei empfindlicher Haut, Hautveränderungen oder bestimmten Medikamenten ist Vorsicht geboten. Ein guter Barbershop fragt danach, bevor er ansetzt.

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