Der Umgang damit ist in der Praxis unspektakulär. Es geht um ein Gespräch vorher und, bei bestimmten Produkten, um einen Test.
Was in die Anamnese gehört
Diese Fragen sind kein Formalismus. Bestimmte Wirkstoffe, etwa hochdosierte Fruchtsäuren oder Retinoide, vertragen sich nicht mit jeder Vorbehandlung, und manche Medikamente machen eine Behandlung für einen bestimmten Zeitraum ungeeignet.
Der Verträglichkeitstest bei Haarfarben
Der Test ist keine gesetzliche Pflicht, sondern eine Herstellerempfehlung. Ein Salon, der ihn bei Neukundinnen und Neukunden von sich aus anbietet, arbeitet nach der sicheren Seite. Wichtig zu wissen: eine Allergie kann sich auch nach Jahren problemloser Anwendung entwickeln. Wer plötzlich Juckreiz oder Rötungen bemerkt, sollte das ernst nehmen und ärztlich abklären lassen.
Fünf Punkte, die eine gute Beratung ausmachen.
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1
Ziel und Grenzen benennen
Was ist mit dieser Haut, diesem Haar, in dieser Zeit realistisch erreichbar. Und was nicht.
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2
Anzahl der Sitzungen nennen
Viele Verfahren wirken erst in einer Serie. Der Gesamtaufwand gehört ins Gespräch, nicht erst in die zweite Sitzung.
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3
Über Nachsorge sprechen
Sonnenschutz, Verzicht auf Sauna, Pflegeprodukte. Ein erheblicher Teil des Ergebnisses entsteht nach der Behandlung.
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4
Nebenwirkungen offen ansprechen
Rötung, Schwellung, Schuppung sind bei manchen Verfahren normal und sollten vorher bekannt sein, nicht am Abend danach recherchiert werden.
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5
Abbruch als Option
Ein Studio, das während der Behandlung abbricht, weil die Haut anders reagiert als erwartet, handelt richtig. Diese Möglichkeit sollte vorher besprochen sein, samt Kostenfolge.
Häufige Fragen
- Eine gesetzliche Pflicht dazu gibt es nicht. Die Hersteller von Oxidationshaarfarben empfehlen den Test, und viele Salons bieten ihn deshalb an. Bei bekannter Empfindlichkeit sollten Sie aktiv danach fragen.
- Ja. Eine Sensibilisierung kann sich auch nach vielen problemlosen Anwendungen entwickeln. Wenn nach einer Behandlung Juckreiz, Rötung oder Schwellung auftreten, sollte das ärztlich abgeklärt werden.
- Ärztlich abklären lassen, Studio informieren, Verlauf dokumentieren. Notieren Sie, welches Produkt verwendet wurde, das Studio kann Ihnen die Bezeichnung nennen und das ist für die Abklärung hilfreich.
- Viele klassische Behandlungen sind unproblematisch, einige Wirkstoffe und Verfahren werden aber gemieden. Sprechen Sie es beim Termin an, ein sorgfältiges Studio fragt ohnehin danach, und klären Sie im Zweifel mit der ärztlichen Betreuung.
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