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Friseur & Barbershop 3 Min. Lesezeit

Friseur finden, woran sich Qualität vor dem ersten Termin erkennen lässt

Bewertungen sagen weniger über einen Salon aus als drei Minuten am Telefon. Diese Fragen bringen mehr als jeder Sternedurchschnitt.

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Einen Friseur zu wechseln ist unangenehm, weil das Ergebnis erst feststeht, wenn es zu spät ist. Bewertungen helfen dabei nur begrenzt. Sie sagen viel über Freundlichkeit und Wartezeit und wenig über handwerkliches Können, weil die meisten Menschen einen Schnitt nicht fachlich beurteilen können.

Was tatsächlich weiterhilft, ist ein kurzes Telefonat vor der Buchung. Wie ein Salon auf ein paar konkrete Fragen antwortet, sagt mehr aus als jede Sternebewertung.

Sechs Fragen und was die Antworten verraten.

  1. 1

    Wie lange ist der Termin angesetzt?

    Ein Damenschnitt mit Waschen und Föhnen in dreißig Minuten ist ambitioniert. Wer realistisch plant, nennt eine Zeit und begründet sie. Wer ausweicht, arbeitet vermutlich im Akkord.

  2. 2

    Gibt es eine Beratung vor dem Schnitt?

    Gute Salons klären Haarstruktur, Alltag und Aufwand beim Stylen, bevor die Schere angesetzt wird. Ein Schnitt, der nur beim Verlassen des Salons gut aussitzt, ist kein guter Schnitt.

  3. 3

    Was kostet es, mit allem?

    Ein Salon, der am Telefon eine Spanne nennen kann, hat seine Preise im Griff. Wer erst im Stuhl mit Zusatzposten kommt, macht das nicht aus Versehen.

  4. 4

    Wer schneidet, und kann ich denselben Menschen wieder bekommen?

    Kontinuität ist bei Haaren der wichtigste Qualitätsfaktor. Salons mit hoher Fluktuation können das nicht zusagen, und das merkt man beim dritten Termin.

  5. 5

    Bei Farbe: wird ein Verträglichkeitstest angeboten?

    Bei Oxidationsfarben empfehlen die Hersteller einen Test vor der ersten Anwendung. Ein Salon, der das von sich aus anspricht, arbeitet sorgfältig.

  6. 6

    Was passiert, wenn mir das Ergebnis nicht gefällt?

    Die Antwort auf diese Frage ist der beste Einzelindikator. Ein Salon, der eine Nacharbeit selbstverständlich anbietet, weiß, dass er sie selten braucht.

Signale, die weniger aussagen als gedacht

Die Einrichtung sagt fast nichts über das Handwerk. Es gibt hervorragende Handwerkerinnen in schlichten Ladenlokalen und mittelmäßige Arbeit in aufwendig gestalteten Räumen.

Auch die Zahl der Bewertungen ist ein schwacher Hinweis. Salons in Lauflagen sammeln mehr Bewertungen als gleich gute Salons in Seitenstraßen, einfach weil mehr Menschen vorbeikommen.

Etwas mehr Aussagekraft haben die Bewertungen mit Text, in denen dieselbe Person mehrfach war. Wer nach dem dritten Besuch noch zufrieden ist, sagt etwas über Konstanz.

Häufige Fragen

Sprechen Sie es noch im Salon an. Die Leistung eines Friseurs wird üblicherweise als Werkleistung eingeordnet, es besteht also zunächst ein Anspruch auf Nacherfüllung, das heißt auf Korrektur. Erst wenn die scheitert oder unzumutbar ist, kommen Minderung oder Schadenersatz in Betracht.
Ja, das hilft beiden Seiten. Wichtig ist die realistische Einordnung durch den Salon: ob das Bild mit der eigenen Haarstruktur überhaupt erreichbar ist. Ein Salon, der jedes Foto vorbehaltlos zusagt, verspricht zu viel.
Der Meistertitel sagt etwas über Ausbildung und Verantwortung, nicht automatisch über den Schnitt am konkreten Tag. Im Friseurhandwerk ist der Titel allerdings Voraussetzung für die selbständige Führung eines Betriebs, insofern ist er in jedem eingetragenen Salon vorhanden.

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