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Friseur & Barbershop 2 Min. Lesezeit

Friseurpreise verstehen, Preisliste, Aufschläge und der Preis am Ende

Der Preis an der Wand und der Betrag an der Kasse gehen oft auseinander. Meistens liegt das nicht an Absicht, sondern an fehlenden Fragen.

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Wer eine Dienstleistung anbietet, muss den Preis so angeben, dass Kundinnen und Kunden ihn vor der Entscheidung erkennen können. Im Friseurhandwerk hat sich dafür das ausgehängte oder ausliegende Preisverzeichnis eingebürgert.

Das Problem ist selten, dass es fehlt. Das Problem ist, dass viele Leistungen dort mit einem Ab-Preis stehen, und der endgültige Betrag von Faktoren abhängt, die erst im Stuhl sichtbar werden: Haarlänge, Haardichte, Vorbehandlung, Materialverbrauch.

So kommen Sie vor dem Termin zu einer belastbaren Zahl.

  1. 1

    Nach der Spanne fragen, nicht nach dem Ab-Preis

    Die Frage lautet nicht, was kostet ein Schnitt, sondern in welchem Bereich liege ich bei meiner Haarlänge, inklusive Waschen und Föhnen.

  2. 2

    Bei Farbe nach dem Materialaufwand fragen

    Bei Blondierungen und Farbkorrekturen hängt der Preis stark am Verbrauch. Ein Salon, der das vorher anspricht, wird Sie später nicht überraschen.

  3. 3

    Zuschläge vorher klären

    Üblich sind Aufschläge für sehr langes oder sehr dichtes Haar, für Pflegeprodukte und für zusätzliche Behandlungen. Nichts davon ist unseriös, es sollte nur vorher gesagt werden.

  4. 4

    Vor einer aufwendigen Farbe eine Beratung vereinbaren

    Viele Salons bieten dafür einen kurzen, teils kostenlosen Vorabtermin an. Dabei wird auch geprüft, ob das Wunschergebnis mit dem vorhandenen Haar erreichbar ist.

  5. 5

    Ein Limit nennen

    Ein Satz wie "über 120 Euro möchte ich vorher gefragt werden" ist völlig normal und erspart beiden Seiten eine unangenehme Situation an der Kasse.

  6. 6

    Produkte sind freiwillig

    Eine Empfehlung ist Teil der Beratung, der Kauf ist es nicht. Ein guter Salon nimmt ein Nein ohne Nachfassen hin.

Häufige Fragen

Wenn vorher ein konkreter Preis vereinbart wurde, gilt dieser. Wurde nur eine Spanne genannt und der Aufwand ist erkennbar größer, sollte der Salon vor der Ausführung darauf hinweisen. Wer während der Behandlung von einer deutlichen Überschreitung erfährt, kann jederzeit nachfragen und begrenzen.
Preisunterschiede müssen an der Leistung hängen, nicht am Geschlecht. Eine Staffelung nach Haarlänge und Aufwand ist unproblematisch und heute in vielen Salons der Standard.
Es ist verbreitet und freiwillig. Ein Salon, der aktiv danach fragt oder es automatisch auf die Rechnung setzt, bewegt sich außerhalb der Üblichkeit.

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