Es gibt eine geregelte Ausbildung zur Kosmetikerin und zum Kosmetiker sowie eine Meisterprüfung, die freiwillig abgelegt werden kann. Daneben existiert ein breites Feld privater Lehrgänge mit sehr unterschiedlicher Tiefe. An der Bezeichnung im Schaufenster lässt sich das nicht ablesen.
Wo die Kosmetik aufhört
Die erste ist die zur Heilkunde. Behandlungen, die der Erkennung oder Behandlung von Krankheiten dienen, gehören in ärztliche Hände oder erfordern eine entsprechende Erlaubnis. Der Begriff medizinische Fußpflege ist der bekannteste Fall: Podologin und Podologe sind geschützte Berufsbezeichnungen mit eigener Ausbildung und staatlicher Erlaubnis. Kosmetische Fußpflege ist davon zu unterscheiden.
Die zweite ist die zu Tätigkeiten, bei denen die Haut durchdrungen wird. Tätowierungen, Permanent Make-up und Piercings fallen unter die infektionshygienische Überwachung durch das Gesundheitsamt. Studios, die solche Leistungen anbieten, müssen das anzeigen und werden überwacht. Wenn ein Kosmetikstudio Permanent Make-up oder Microblading anbietet, ist die Frage nach der Anzeige beim Gesundheitsamt berechtigt und wird von seriösen Anbietern ohne Zögern beantwortet.
Woran sich ein sorgfältig geführtes Studio erkennen lässt.
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1
Ein Anamnesebogen vor der ersten Behandlung
Fragen nach Hauterkrankungen, Allergien, Medikamenten und Schwangerschaft sind kein Bürokratismus, sondern der Kern der Sorgfalt.
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2
Klare Aussage, was nicht gemacht wird
Ein Studio, das bei bestimmten Hautbildern oder Medikamenten abrät, arbeitet fachlich. Wer alles bei jedem macht, tut das nicht.
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3
Nachvollziehbare Qualifikation
Fragen Sie, welche Ausbildung hinter einer Behandlung steht, insbesondere bei apparativen Verfahren. Eine konkrete Antwort ist ein gutes Zeichen.
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4
Produkte werden benannt
Welche Marke, welcher Wirkstoff, welche Konzentration. Bei Fruchtsäure und ähnlichen Anwendungen ist das keine Neugier, sondern relevant.
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5
Realistische Erwartung
Seriöse Beratung nennt, was eine Behandlung leisten kann und was nicht, und in wie vielen Sitzungen. Versprechen nach dem Muster "in einer Sitzung dauerhaft" gehören nicht dazu.
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6
Preis vor der Behandlung
Auch hier gilt: der Preis muss vorher erkennbar sein, gerade bei Serien und Paketen. Fragen Sie nach dem Gesamtbetrag, nicht nach dem Sitzungspreis.
Häufige Fragen
- Nein. Kosmetik ist ein zulassungsfreies Handwerk, die Meisterprüfung ist freiwillig. Sie ist ein Qualitätssignal, aber keine Voraussetzung für die Eröffnung eines Studios.
- Die medizinische Fußpflege ist der Podologie zuzuordnen, einem Heilberuf mit eigener Ausbildung und staatlicher Erlaubnis. Kosmetische Fußpflege umfasst Pflege und Verschönerung ohne Behandlung krankhafter Veränderungen. Bei Diabetes oder Durchblutungsstörungen ist die Podologie die richtige Adresse.
- Einrichtungen, bei denen durch die Tätigkeit Krankheitserreger übertragen werden können, unterliegen der infektionshygienischen Überwachung durch das Gesundheitsamt. Dazu zählen Tätowierung, Permanent Make-up und Piercing.
- Injektionen mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln sind Ärztinnen und Ärzten vorbehalten. Auch Unterspritzungen mit Fillern sind eine invasive Maßnahme, für die es entsprechende Qualifikationen braucht. Ein Kosmetikstudio ohne ärztliche Anbindung ist dafür nicht die richtige Adresse.
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